Im Pflege-, Behandlungs- und Therapiekontext gibt es heute zahlreiche Systeme, in denen jeweils ein Teil relevanter Daten erfasst und Leistungen dokumentiert werden – analog, digital, hybrid. Für eine ganzheitliche Betrachtung der Patient*innen, für versorgungsrelevante Auswertungen und nicht zuletzt die Leistungsabrechnung müssen diese Daten strukturiert erhoben und zusammengeführt werden. Wie das über geeignete Schnittstellen möglich ist und Aufwände deutlich reduziert werden, zeigt ein Beispiel am Therapiezentrum Burgau: Als Fachklinik für neurologische Frührehabilitation versorgt das Therapiezentrum Burgau jährlich 700 bis 800 Patient*innen mit schweren erworbenen zerebralen Schädigungen.
Die Versorgung der Patient*innen in Burgau erfolgt professionsübergreifend und erfordert eine Dokumentation nach den Vorgaben des sogenannten OPS 8-552. Der Operationen- und Prozedurenschlüssel beschreibt die neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation nach festgelegten Standards. Darin sind nicht nur die pflegerischen, medizinischen und therapeutischen Maßnahmen festgelegt. Es ist auch vorgegeben, dass die Patient*innen während ihres Aufenthalts im Durchschnitt täglich 300 Minuten Therapie- und Pflegeleistungen erhalten. Nur wenn diese vollumfänglich nachgewiesen werden, können die Leistungen auch abgerechnet werden. Das bringt besondere Anforderungen an die Dokumentation mit sich ...