Fachtagung zur Anwendung von Pflegediagnosen – Grundlage & Möglichkeiten
für evidenzbasiertes Arbeiten
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Mit dem Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (vormals Pflegekompetenzgesetz), das seit dem 01.01.2026 in Kraft ist, wurden pflegerische Diagnosen erstmals gesetzlich als Grundlage eigenverantwortlicher pflegefachlicher Behandlungstätigkeiten verankert. Pflegefachpersonen können definierte heilkundliche Leistungen nicht nur nach ärztlicher Diagnose, sondern – innerhalb der gesetzlich und vertraglich festgelegten Bereiche – auch auf Basis eigener Pflegediagnosen erbringen (§ 15a SGB V n. F.).
Damit ist Pflegediagnostik nicht nur in der Ausbildung und Hochschullehre aus berufsrechtlicher Perspektive essenziell, sondern sie gewinnt aus leistungsrechtlicher Perspektive auch in der ambulanten und stationären Versorgung eine zentrale Bedeutung. Pflegediagnostik ist eine strukturierte Entscheidungsgrundlage im Pflegeprozess, eine gemeinsame Fachsprache und ein Kompetenzfundament für Qualität und Patient*innenorientierung.
Die „Fachtagung zur Anwendung von Pflegediagnosen – Grundlage & Möglichkeiten für evidenzbasiertes Arbeiten“ richtet den Fokus daher auf Didaktik und Umsetzung in Bildungskontexten: Grundlagen und Klassifikationen, Anwendung in Lehre und Prüfung, Skills Lab/Simulation und Clinical Reasoning sowie digitale Unterstützungsangebote als Brücke zwischen Theorie und Pflegepraxis.
Es steht nicht mehr infrage, ob Pflegediagnostik in der Pflegepraxis Einzug hält, sondern wie.
Gemeinsam wird diskutiert wie Pflegediagnosen systematisch vermittelt, sicher angewendet und nachhaltig in Bildungs- und Praxiskonzepte integriert werden können.
- Web-Veranstaltung
- Ganztags
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(Nicht mit anderen Rabatten kombinierbar)
Programm
Schwerpunktthema des 1. Hauptprogrammteils:
Grundlagen der Pflegediagnostik und Pflegeklassifikationen
• Gesetzlicher Rahmen
• Makro- und Mesoebene
• Pflegediagnostik als ein Bestandteil im Pflegeprozess
Referentin: Prof. Dr. Sandra Bensch
Katholische Hochschule Mainz
• Umsetzung der Pflegediagnostik im Pflegealltag: von Assessment über Dokumentation bis Pflegeplanung
• Beispiele aus Klinik, Langzeitpflege und ambulanten Settings
• Qualitätssteigerung durch standardisierte Sprache und Klassifikationen; Nutzen für Outcome-Messung und Pflege-Controlling
Referentin: Prof. Dr. habil. Martina Hasseler
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
• Bedeutung der Pflegediagnostik in der Hochschullehre (ANP)
• Umsetzung der Pflegediagnostik im Lehralltag: Vermittlung des Pflegeprozesses als Vorbehaltsaufgabe (§4 PflBG).
Von Assessment über Pflegediagnose bis Pflegeplanung – unter Nutzung standardisierter Klassifikationen (NANDA-I, ENP, ICF).
Integration des forschungsdifferenzierten Pflegeprozesses zur Verbindung von Theorie, Evidenz und Fallarbeit.
• Beispiele aus der Lehre:
Skills-Lab und Simulationen zur Anwendung von Pflegediagnosen.
Praxiseinsätze in Klinik, Langzeitpflege und ambulanten Settings mit Fokus auf Clinical Reasoning
• Fallanalysen unter Berücksichtigung internationaler Forschung (z. B. Outcome-, Interventions- und Diagnostikstudien)
Referentin: Prof. Dr. Miriam Peters
Frankfurt University of Applied Sciences
• Warum es zielführend ist, verschiedene Klassifikationen in der Lehre und/oder Pflegepraxis zu nutzen
• Bedeutung im Kontext des Befugniserweiterungsgesetzes
Referentin: Dr. rer. medic. Pia Wieteck
Thieme RECOM GmbH
Mittagspause
Schwerpunktthema des 2. Hauptprogrammteils:
Anwendung von Pflegeklassifikationssystem
Referentin: Laura Hinsche, M. A.
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften
Referentin: Prof. Dr. Jörg große Schlarmann
Hochschule Niederrhein
• Digitale ENP-Anwendungen unterstützen das diagnostische Denken
• Verbindung von Theorie, Praxis und evidenzbasierter Entscheidungsfindung
Referent: Sebastian Kraus
Thieme RECOM GmbH
• Didaktische Ansätze und Strategien
• Herausforderungen
Referentin: Anke Jakobs, Dipl. Pflegepädagogin
BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin
von Akupressur-Maßnahmen in standardisierte Pflegepfade
• Entwicklungshintergründe am Beispiel Akupressur
• Die Bedeutung evidenzbasierter Praxisleitlinien
• Potenziale für Pflegepraxis und Pflegeforschung
Referentin: Dr. Qiumei Jiang-Siebert
Thieme RECOM GmbH