Fachtagung zur Anwendung von Pflegediagnosen – Grundlage & Möglichkeiten
für evidenzbasiertes Arbeiten

Datum
Preis
Dauer
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Datum 27.10.2026
Preis € 379,- pro Person zzgl. MwSt. € bis zum 30. April 10 % Frühbucherrabatt sichern
Dauer 8 Einheiten à 45 Min. zzgl. Pausen, 09.00 bis 16.00 Uhr
RbP-Punkte 6 Punkte
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Veranstaltungsflyer - folgt in Kürze -

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Mit dem Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (vormals Pflegekompetenzgesetz), das seit dem 01.01.2026 in Kraft ist, wurden pflegerische Diagnosen erstmals gesetzlich als Grundlage eigenverantwortlicher pflegefachlicher Behandlungstätigkeiten verankert. Pflegefachpersonen können definierte heilkundliche Leistungen nicht nur nach ärztlicher Diagnose, sondern – innerhalb der gesetzlich und vertraglich festgelegten Bereiche – auch auf Basis eigener Pflegediagnosen erbringen (§ 15a SGB V n. F.).

Damit ist Pflegediagnostik nicht nur in der Ausbildung und Hochschullehre aus berufsrechtlicher Perspektive essenziell, sondern sie gewinnt aus leistungsrechtlicher Perspektive auch in der ambulanten und stationären Versorgung eine zentrale Bedeutung. Pflegediagnostik ist eine strukturierte Entscheidungsgrundlage im Pflegeprozess, eine gemeinsame Fachsprache und ein Kompetenzfundament für Qualität und Patient*innenorientierung.

Die „Fachtagung zur Anwendung von Pflegediagnosen – Grundlage & Möglichkeiten für evidenzbasiertes Arbeiten“ richtet den Fokus daher auf Didaktik und Umsetzung in Bildungskontexten: Grundlagen und Klassifikationen, Anwendung in Lehre und Prüfung, Skills Lab/Simulation und Clinical Reasoning sowie digitale Unterstützungsangebote als Brücke zwischen Theorie und Pflegepraxis.

Es steht nicht mehr infrage, ob Pflegediagnostik in der Pflegepraxis Einzug hält, sondern wie.
Gemeinsam wird diskutiert wie Pflegediagnosen systematisch vermittelt, sicher angewendet und nachhaltig in Bildungs- und Praxiskonzepte integriert werden können.

Weitere Merkmale
  • Web-Veranstaltung
  • Ganztags
Dauer
9.00–16.00 Uhr
Durchführung

Microsoft Teams

Inklusive

Veranstaltungsunterlagen sowie eine 6 Monate PREMIUM-Lizenz
für ENP Online!

 

 

Hinweis

Sichern Sie sich bei Anmeldung bis zum 30. April 2026 satte 10 % Frühbucherrabatt!
(Nicht mit anderen Rabatten kombinierbar)

Programm

Ab 08:00 Uhr
Eintritt in den digitalen Tagungsraum
08:45 - 09:00 Uhr
Begrüßung

Schwerpunktthema des 1. Hauptprogrammteils:
Grundlagen der Pflegediagnostik und Pflegeklassifikationen

09:00 - 09:30 Uhr Pflegediagnosen – Teiletappe und Voraussetzung für Pflegequalität

•    Gesetzlicher Rahmen
•    Makro- und Mesoebene  
•    Pflegediagnostik als ein Bestandteil im Pflegeprozess

Referentin: Prof. Dr. Sandra Bensch
Katholische Hochschule Mainz

09:30 - 10:00 Uhr Anwendung von Pflegediagnosen und Klassifikationen im internationalen Kontext

•    Umsetzung der Pflegediagnostik im Pflegealltag: von Assessment über Dokumentation bis Pflegeplanung
•    Beispiele aus Klinik, Langzeitpflege und ambulanten Settings
•    Qualitätssteigerung durch standardisierte Sprache und Klassifikationen; Nutzen für Outcome-Messung und Pflege-Controlling

Referentin: Prof. Dr. habil. Martina Hasseler
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

10:00 - 10:30 Uhr Pflegediagnostik in der Hochschullehre

•    Bedeutung der Pflegediagnostik in der Hochschullehre (ANP)
•    Umsetzung der Pflegediagnostik im Lehralltag: Vermittlung des Pflegeprozesses als Vorbehaltsaufgabe (§4 PflBG).
     Von Assessment über Pflegediagnose bis Pflegeplanung – unter Nutzung standardisierter Klassifikationen (NANDA-I, ENP, ICF).
      Integration des forschungsdifferenzierten Pflegeprozesses zur Verbindung von Theorie, Evidenz und Fallarbeit.
•    Beispiele aus der Lehre:
     Skills-Lab und Simulationen zur Anwendung von Pflegediagnosen.
     Praxiseinsätze in Klinik, Langzeitpflege und ambulanten Settings mit Fokus auf Clinical Reasoning
•    Fallanalysen unter Berücksichtigung internationaler Forschung (z. B. Outcome-, Interventions- und Diagnostikstudien)

Referentin: Prof. Dr. Miriam Peters
Frankfurt University of Applied Sciences

10:30 - 10:45 Uhr
15 Minuten Pause
10:45 - 11:15 Uhr Ein Plädoyer für Vielfalt in der praktischen Anwendung von Pflegediagnosen am Beispiel von NANDA-I, ENP und ICNP

•    Warum es zielführend ist, verschiedene Klassifikationen in der Lehre und/oder Pflegepraxis zu nutzen
•    Bedeutung im Kontext des Befugniserweiterungsgesetzes

Referentin: Dr. rer. medic. Pia Wieteck
Thieme RECOM GmbH

11:15 - 12:15 Uhr
Podiumsdiskussion mit allen Referent*innen

Mittagspause

12:15 - 13:00 Uhr

Schwerpunktthema des 2. Hauptprogrammteils:
Anwendung von Pflegeklassifikationssystem

13:00 - 13:30 Uhr Die Anwendbarkeit der Pflegediagnosen von NANDA-I im pädiatrischen Kontext

Referentin: Laura Hinsche, M. A.
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

13:30 - 14:00 Uhr ENP und NANDA-I in der Lehre: Erfahrungen aus der Hochschulpraxis

Referentin: Prof. Dr. Jörg große Schlarmann
Hochschule Niederrhein

14:00 - 14:30 Uhr Vom Klassenzimmer ans Patientenbett – ENP Online als Brücke zwischen Theorie und Praxis

•    Digitale ENP-Anwendungen unterstützen das diagnostische Denken
•    Verbindung von Theorie, Praxis und evidenzbasierter Entscheidungsfindung

Referent: Sebastian Kraus
Thieme RECOM GmbH

14:30 - 14:45 Uhr
15 Minuten Pause
14:45 - 15:15 Uhr ENP-Pflegediagnostik in der Ausbildung erfolgreich anwenden und in den Prüfungen routiniert und kompetent nutzen

•    Didaktische Ansätze und Strategien
•    Herausforderungen

Referentin: Anke Jakobs, Dipl. Pflegepädagogin
BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin

15:15 - 15:45 Uhr Evidenzbasierte Entscheidungshilfe mit der Nutzung eines Pflegeklassifikationssystems – Entwicklung und Integration
von Akupressur-Maßnahmen in standardisierte Pflegepfade

•    Entwicklungshintergründe am Beispiel Akupressur
•    Die Bedeutung evidenzbasierter Praxisleitlinien
•    Potenziale für Pflegepraxis und Pflegeforschung

Referentin: Dr. Qiumei Jiang-Siebert
Thieme RECOM GmbH

15:45 - 16:30 Uhr
Podiumsdiskussion mit allen Referent*innen
16:30 Uhr
Veranstaltungsende
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